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Sehenswürdigkeiten

Rathaus

Rathaus innenIm Jahre 1468 kauften Bürgermeister und Rat der Stadt Sterzing von Hans Ris als Vormund der Gerberischen Kinder das Haus  um 232 Mark Berner. Unter der Bauleitung Lienhard Jöchls wurden nach dem Plan von Jörg Kölderer die Innenräume des Rathauses im Zeitraum von 1468-1473, der Erker 1524 fertiggestellt. Die weiten Räume des Rathauses wurden wiederholt bei historisch interessanten Versammlungen benützt, so 1525 vom schnell eingerufenen Notstandsrat während des Bauernaufstandes (der bekannte Bauernfüher Michael Gaismair stammt aus Tschöfs bei Sterzing) vom 15. -17. Jh. wurden mehrere Sitzungen des Tiroler Landtages im Rathaus abgehalten, mehrere Mitglieder des Kaiserhauses wurden in diesen Räumen feierlich empfangen (Kaiser Maximilian, König Philipp von Spanien, Erzherzog Ferdinand, Maria Theresia, Josef II. usw.). Im historischen Ratssaal werden bis heute die Gemeinderatssitzungen abgehalten. Die vielen Nebenräume dienen als Amtsräume der Stadtgemeinde Sterzing. Die Ratsstube kann auf Anfrage und bei Stadtführungen besichtigt werden. (Anfrage beim Tourismusverein Sterzing am Stadtplatz)

Öffnungszeiten des Rathauses: Montag - Donnerstag von 8.15 Uhr bis 12.30 Uhr und von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr, Freitag von 8.15 Uhr bis 12.30 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen.


Mithrasstein

MithrassteinDer Mithrasstein wurde 1589 in einer Gebirgshöhle bei Mauls gefunden und stammt aus der Zeit der römischen Eroberungen. Es handelt sich um ein Relikt des Kultes um den persischen Gott Mithras; dargestellt ist eine Stiertötung; gefertigt ist der Stein aus Kalkstein. Der Fund gilt als Beweis, dass sich römische Garnisonen, Soldaten, aber auch Wirtschaftstreibende zur Zeit des Mithraskultes in Sterzing und Umgebung aufhielten. 1797 wurde der Mithrasstein nach Innsbruck und später nach Wien gebracht, dann wurde er vom italienischen Staat zurückverlangt. 1925 schließlich kam er nach Sterzing. Heute kann im Innenhof des Rathauses eine Kopie des Mithrassteines besichtigt werden. Das Original befindet sich im Archäologiemuseum in Bozen.

Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag von 8.15 Uhr - 12.30 Uhr und von 16.00 Uhr - 17.00 Uhr, Freitag von 8.15 Uhr - 12.30 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen


Römischer Meilenstein

Römischer MeilensteinDer römische Meilenstein (201 n. Chr), der sich ebenfalls im Innenhof des Rathauses befindet, stammt aus der Zeit des römischen Kaisers Septimius Severus, der die Römerstraße im Jahre 201 ausbauen ließ. Er wurde 1979 in der Schwalbenegggasse bei Umbauarbeiten gefunden.

Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag von 8.15 Uhr - 12.30 Uhr und von 16.00 Uhr - 17.00 Uhr, Freitag von 8.15 Uhr - 12.30 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen


Nepomuk Denkmal

Statue des hl. Johannes von NepomukDie Statue aus weißem Marmor stellt den hl. Nepomuk dar, welcher als Schutzpatron gegen Wassergefahren verehrt wird. Sie wurde 1739 vor dem Rathaus aufgestellt, damit der Schutzheilige die Stadt vor dem verheerenden Wasser des Vallerbaches verschone. Dieser Wildbach entspringt am Roßkopf, Sterzings Hausberg, und hat vor seiner Regulierung Sterzing immer wieder übel heimgesucht und vermurt.


Zwölferturm

ZwölferturmDer Stadtturm, wie der Zwölferturm auch genannt wird, ist das Wahrzeichen von Sterzing. Er teilt den historischen Stadtkern in den oberen Abschnitt, die Altstadt, und den unteren, die Neustadt. Das heutige Aussehen des Zwölferturmes mit den hervorstechenden Zinnengiebeln geht auf das Jahr 1867 zurück, als nach einem Brand das frühere Holzdach zerstört worden war. Den Grundstein für den "Zwölfer-Tor-Turm" legte Herzog Sigismund, der Münz- und Schuldenreiche persönlich im Jahre 1469. 1473 wurde der Zwölferturm schließlich fertiggestellt. An der Südfront befindet sich der im Jahre 1478 eingesetzte marmorne, vergoldete Erinnerungsstein an Herzog Sigismund.


Historische Fußgängerzone

Fassaden der NeustadtDie historische Fußgängerzone, die am Untertorplatz beginnt und über die Neustadt, den Zwölferturm bis in die Altstadt zum Nordpark führt, kann als eine der schönsten Straßen im Alpenraum bezeichnet werden. Allein die Bürgerhäuser der Neustadt, mit ihren stolzen Fassaden und Zinnengiebeln, sowie den reizenden Erkern sind an sich schon ein einzigartiges städtebauliches Ensemble von Sterzing. Die Altstadt wirkt etwas schlichter, ist aber nicht weniger sehenswert. Die Neustadt war früher mit einer Stadtmauer umgeben, die fünf Tore hatte: Das Stadttor im Zwölferturm, das Margarethen- oder Telfertor, das Jaufentor, das Untere oder Brixner Tor am Südende und das Ungerhauser- oder Pfitscher Tor. Aus Verteidigungsgründen schmiegen sich die Häuser eng aneinander, durch einige schmale Gassen getrennt, manchmal ineinander gebaut, schmal und tief. Heute ist Sterzings Fußgängerzone eine beliebte Einkaufsstraße mit zahlreichen Cafés und traditionellen Gasthäusern. Die Geschäfte sind ganzjährig Samstags auch am Nachmittag geöffnet


Pfarrkirche „Unsere liebe Frau im Moos“

Pfarrkirche Die Sterzinger Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau im Moos" liegt am südlichen Ausgang der Stadt. Früher lag sie ziemlich außerhalb des Stadtkerns, dies ist auf alten Aufnahmen gut ersichtlich. Heute ist die Stadt durch den Bauboom der letzten Jahrzehnte mit der Kirche "zusammengewachsen". Der Baubeginn der Pfarrkirche war zu Beginn des 15. Jahrhunderts; als Baumeister scheint der Sterzinger Hans Feur auf. Das Kirchenschiff war ursprünglich ein Werk der Romanik, 1452 wurde der Chor vollendet. Seitlich kam noch ein Glockenturm dazu, der später durch einen neuen, größeren ersetzt werden sollte. Doch dazu kam es nicht, da das Bauwerk im sumpfigen Gelände nicht standhalten hätte können. So blieb der Turm im Verhältnis zum bauchigen Kirchenkörper relativ schmächtig. Die Sterzinger und die Bewohner der Umgebung verfügten damals über genügend Geld, um den Sakralbau ständig zu vergrößern und verschönern. Deshalb sollte gerade der Innenraum durch einen außergewöhnlichen und einzigartigen Altar bestechen. Die Bürger Sterzings suchten lange nach einem geeigneten Künstler. Schließlich entschied man sich für den in der damaligen Zeit bedeutendsten Holzaltarschnitzer Deutschlands: Hans Multscher. Mit dem Altar erreichte der Künstler den Höhepunkt seines Schaffens. Die berühmten Altar-Tafeln sind heute im Stadt- und Multschermuseum in Sterzing zu besichtigen.

Öffnungszeiten: Täglich von 9.00 Uhr - 19.00 Uhr


Hl.-Geist-Spitalkirche

Hl. Geist Kirche/www.gruber-albert.itDie Spitalkirche zum Heiligen Geist am Stadtplatz ist durch seine beeindruckenden Fresken im Innenraum von hohem künstlerischen Rang. Errichtet wurde die Kirche zusammen mit dem angrenzenden Gebäude, das ursprünglich als Spital diente, im Jahre 1399. Die Fresken sind ein Werk des Meisters Johannes von Bruneck, des Hauptvertreters der Brixner-Pustertaler Malerschule des 15. Jahrhunderts. Im Rahmen einer Gotisierung der Kirche wurden auch die wertvollen Fresken übertüncht. 1939 wurden sie im Rahmen einer Restaurierung des gesamten Gebäudekomplexes wieder freigelegt, aufgefrischt und teilweise übermalen. Nach einer weiteren Restaurierung in den Jahren von 1984 - 1989 unter der Aufsicht des Landesdenkmalamtes wurden die Fresken gereinigt, von den Übermalungen der Restaurierung von 1939 befreit und gefestigt. Heute präsentiert sich die Ausmalung wieder als lesbares und künstlerisch hochwertiges Programm aus dem 15. Jahrhundert.

Öffnungszeiten: Täglich von 8.30 - 12.00 und 14.30 - 18.00, Samstag Nachmittag und Sonntag geschlossen